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INFORMATIONEN ZU HOMOEOPATHY UND NATURHEILKUNDE
und
naturheilkundlich unterst√ľtzender Krebstherapie

von Dr. med. Johann Josef Kleber

 

 

HOM√ĖOPATHIE BEI VERLETZUNGEN (TRAUMA)
von JJ Kleber

Im Folgenden werden einige der wichtigen hom√∂opathischen Arzneimittel bei / nach akutem Trauma besprochen. Sicher sind auch andere hom√∂opathische Arzneien bei diesen Erkrankungen m√∂glich, und dann werden die unten angef√ľhrten Arzneien keine, nur geringe oder nur vorr√ľbergehende Wirkung zeigen. Deshalb sollte jede hom√∂opathische Therapie von einem erfahrenen Hom√∂opathen durchgef√ľhrt werden und diese Seite soll nicht  zur Selbstbehandlung anregen.
Immer muss ein Arzt zur Behandlung hinzugezogen werden, die Verletzungen tiefer Strukturen, die Notwendigkeit einer Therapie in der Klinik oder die Notwendigkeit einer Operation  ausschlie√üen. Tetanus-Impfung je nach Impfstatus, eine hom√∂opthische Behandlung bietet sicher keinen Tetanusschutz.
Aber sogar in der Notfallversorgung (bis ein Arzt oder Notarzt eintrifft), kann nach der Sicherung der Vitalfunktionen (Lagerung, lebensrettende Massnahmen) eine homöopathische Therapie auch bei schweren Verletzungen eine Linderung der Beschwerden und eine Minderung der Gewebeschäden bewirken.

WIRKUNG der Homöopathie im Notfall
Unter Notfallma√ünahmen wird das richtige Mittel immer sofort (in Minuten) eine f√ľr den Patienten deutlich sp√ľrbare positive Wirkung haben (nachlassender Schmerz, Beruhigung, siehe auch Vorbemerkungen zur hom√∂opathischen Mittelwirkung). Da die Gabe von 1-4 Globuli oder eines Tropfens auf die Lippen ausreicht, ist keine Beeintr√§chtigung sp√§terer √§rztlicher Handlungen (Narkose, Arzneigabe, Operation) zu bef√ľrchten.
Tetanus-Impfung ist je nach Impfstatus trotz richtiger homöopathischer Therapie immer nötig.

1. WICHTIGE TRAUMATA
zuerst sollen wichtige Traumata besprochen werden, meist mit mehreren hom√∂opathischen Arzneien als Therapie-Option. In Abschnitt 2 werden dann die wichtigsten hom√∂opathischen Trauma-Mittel ausf√ľhrlich dargestellt. Erst ein Vergleich der Mittelbilder des 2. Abschnitts mit dem Symptomenbild des Patienten erlaubt eine gezielte Arzneiwahl. Bei akuten Traumata sollten die hier genanten wichtigen Arzneimittelbilder im Ged√§chtnis pr√§sent sein. F√ľr den Mittel - Symptom- Vergleich ist in einer akuten Verletzungssituation keine Zeit. Aber auch noch nach Monaten, selbst Jahren nach einer Verletzung k√∂nnen verbliebene Beschwerden  mit diesen akuten Verletzungsmitteln geheilt werden, wenn die Symptome noch passen. Meist wird die Therapie akuter Verletzungen oder deren Folgen (akut wie nach Jahren) mit Rescue-Remedy und dann Arnica beginnen.

BLUTERGUSS
ein Bluterguss kann nach einem Schlag, bei einer Verstauchung,  bei einem Knochenbruch oder nach einer Operation das Problem sein, das zu Anfangs die gr√∂√üten Beschwerden macht. Symptome sind die gro√üe Ber√ľhrungsempfindlichkeit,  oft eine Schwellung und Blau- oder Rotf√§rbung.
indizierte Mittel: als erstes immer lokal Rescue Creme auf die intakte Haut, oder Rescue Tropfen bei verletzter Haut; danach Arnica C200 (bei guter Schmerzlinderung bis zu 3 mal 1 Globuli oder 1 Tropfen alle 10-15 Minuten. Bellis perennis f√ľr tiefliegende H√§matome kann der hom√∂opathischen Nachbehandlung vorbehalten bleiben.

VERSTAUCHUNG  ZERRUNG
Bei Verstauchung oder Bänderzerrung muss ein Arzt entscheiden, ob und welche weitergehenden Massnahmen nötig sind (Bandagieren, Gips, Operation bei Bänderriss).
indizierte Mittel: als erstes immer lokal Rescue Creme auf die intakte Haut (k√ľhlen ist m√∂glich, Eisbeutel ist nach meiner Erfahrung der hom√∂opathischen Heilung und schnellen Schmerzlinderung abtr√§glich); f√ľr das weitere Vorgehen ist zu unterscheiden ob starker Druckschmerz vorliegt -> Bluterguss -> als Arznei Arnika D/C200; oder ob jede kleinste Bewegung weh tut -> entz√ľndete Gelenkhaut oder B√§nder -> als Arznei Bryonia D/C30/200. Ist der Schmerz in Ruhe weg, aber kommt bei Druck + bei Bewegung muss an Ruta D/C200/30, seltener  schon zu Anfang  an Rhus toxicodendron D/C 30/200 gedacht werdent (Rhus-t hat st√§rksten Schmerz am Anfang der Bewegung, Besserung bei fortgesetzter Bewegung).

OFFENE WUNDE
Reinigung einer offenen Wunde am Besten mit Wasserstoffsuperoxid 6-10% ig (H2O2); der Schaum mit entstehendem aggressiven O und O3 bringt Schmutzpartikel aus der Wunde und t√∂tet Keime. Ist die Wunde relativ sauber mit steriler Kompresse abtupfen mit einer L√∂sung 20-50 ml sterile Kochsalzl√∂sung 10% ig (auch  0,9%ig oder abgekochtes Wasser) + 20-50 Tropfen Calendula Tinktur + 5-10 Tropfen Rescue-Remedy-Tropfen. Normalerweise l√§sst diese Wunds√§uberung eine bessere Heilung erwarten, als chemische Desinfiziens. Bei der M√∂glichkeit von gef√§hrlichen Viren (Tollwut, AIDS, Hepatitis) sollte aber sofort, schon vor der dringend erforderlichen √§rztlichen Wunds√§uberung ein vorhandenes Desinfiziens angewandt werden (Jodtinktur, Kodanspray, oder andere schnell greifbare chemische Wundesinfizientien wie Alkohol = Schnaps).
indizierte homöopathische Mittel: bei glatten Wundrändern und sauberer Wunde nach der ärztlichen Wundversorgung Staphisagria D/C200; bei Riss-Wunden und möglicher Infektion Calendula D/C200 eventuell 2-3 Tage 1-3 mal (wenn bei Wundinfektion länger nötig Calendula D12 2-3 mal täglich, eventuell zusätzlich Echinacea).

QUETSCHUNGEN
Bei Gewebequetschungen von nervenreichen Gebieten (Finger, Zehen, Steissbein) Hypericum D/C200, wenn starke Schmerzen vorliegen. Zusätzlich oder alleine kann Calendula D/C200 nötig sein bei Quetschung mit offenen Wunden, oder auch Arnica D/C200 zuerst oder später wenn der Bluterguss im Vordergrund steht. Als erstes werden wieder Rescue-Creme oder Rescue-Tropfen in Wasser sinnvoll sein

KNOCHENBRUCH
Bis der Arzt oder Rettungswagen eintrifft soll die gebrochene Extremit√§t so weit m√∂glich ohne Bewegung ruhig gelagert werden. Rescue-Remedy-Tropfen auf die Zunge und Arnica D/C200  k√∂nnen ohne Nebenwirkungen den Schmerz lindern, den Betroffenen beruhigen, und die Sch√§digung des umgebenden Gewebes verringern. Sp√§ter nach √§rztlicher (operativer?) Versorgung wird man w√§hlen zwischen Arnica D/C200 und Bellis perennis, sp√§ter Symphytum D/C200 (oder D12 2-3 x t√§glich) und nach Tagen zus√§tzlich Calcium phosphoricum Tabletten D2 bis D4 f√ľr 2-3-(6) Wochen zur Unterst√ľtzung der Frakturheilung. Heilt die Fraktur schlecht soll ein erfahrender hom√∂opathischer Arzt an Thyreoidinum C30 oder C200 , an das typspezifische Simillimum und bei drohender Knocheneiterung auch an Calendula C200 (D12) denken.

VERBRENNUNGEN
Immer sofort das betroffene Gebiet mit handwarmen bis k√ľhlem Wasser zur K√ľhlung sp√ľlen (mehrere Minuten). Bei gr√∂sserer Verbrennungsfl√§che (besonders bei Kindern) NOTARZT verst√§ndigen und nicht  selbst zum Arzt bringen. Wenn erste K√ľhlung erreicht ist kann Rescue-Tropfen in Wasser auf die Wunde getr√§ufelt werden (keine Salbe). Oral kann zur Beruhigung Rescue-Tropfen gegeben werden, als Versuch der Schmerzbek√§mpfung einmalig 1 Globuls Cantharis oder Apis D/C30.

NARBEN  KELOIDE
Bei unsch√∂n abgeheilten Narben (verdickte Haut, Narbenkeloid) hat sich nach meiner Erfahrung die lokale Bestrahlung mit dem roten Licht eines Halbleiter-Lasers bew√§hrt (gew√∂hnlicher Laserpointer f√ľr 20-40 ‚ā¨ ist gut wirksam); t√§gliche Bestrahlung im abgedunkeltem Raum f√ľr 30-40 Sekunden jeden Punkt der Narbe im Abstand der Gewebe-Licht-Ausbreitung (etwa alle 0,5 - 1 cm ein Bestrahlungspunkt) bessert schon nach 4-8 Tagen das Aussehen der Narbe.
Laserlicht nicht ins oder in Richtung des  Auge!
Au√üerdem anf√§nglich die Narbe mit Rescue-Creme behandeln (ca. 1 Woche lang t√§glich 1-2 mal). Bei sehr massiven Keloiden zus√§tzlich Versuch mit Thiosinaminum D4 bis D6 1-3 mal pro Tag f√ľr 2-4(-6) Wochen.

 

2. WICHTIGE TRAUMAMITTEL
die im folgenden beschriebenen Traumamittel sind alphabetisch und nicht nach Häufigkeit der Indikation angeordnet.
Verletungs- / Trauma-Mittel bei Trauma geordnet nach Häufigkeit: Rescue; Arnica; Ruta + Rhus toxikodendron, Bryonia, Symphytum, Calendula, Bellis perennis

RESCUE REMEDY: Rescue Remedy Tropfen, Rescue Salbe oder Rescue Gel (Bachbl√ľtentherapie) sind die idealen Universal-Trauma-Mittel, die am besten vor dem speziell indizierten hom√∂opathischen Mittel angewandt werden; Rescue als Erstmittel hilft nach meiner Erfahrung, dass das hom√∂opathische Mittel nach einem starken Trauma gut wirken kann (Schockl√∂ser, hom√∂opathisch. w√§re dies Acon, Op oder Carb-v); Rescue nimmt zu Anfangs gleich den st√§rksten Schmerz (das richtig gew√§hlte Hom√∂opathikum wirkt danach besser, schneller und wesentlich st√§rker schmerzd√§mpfend); Rescue l√∂st den psychischen und den physischen Schock (Beruhigung der Person und Normalisierung der Gewebe-Durchblutung).
Rescue Tropfen k√∂nnen oral genommen werden, und lokal (pur oder verd√ľnnt in Wasser) aufgetropft werden (auf Wunden, auf die Haut √ľber Verstauchungen, Verbrennungen, beim Zahnarzt in die Mundsp√ľll√∂sung u.s.w). Rescue-Creme soll nur auf die intakte Haut aufgetragen werden (√ľber Prellungen, auf das Areal √ľber der Verstauchung, oder lokal √ľber tieferliegenden Operationen, nach Zahnextraktion auch auf die Wange).

ARNICA: bei Bluterguss (H√§matom), Quetschung, stumpfen Weichteiltrauma, nach Operation; sehr bew√§hrt C200, auch D200, C oder D30, D oder C12 (niedere Potenzen wie D12 f√ľr paar Tage 2-3 mal t√§glich nach C 200 als Erstdosis); meist Folgemittel n√∂tig wie Rhus-t, Ruta, Acid-sulf
Leitsymptome: Schmerz wie zerschlagen, jede BER√úHRUNG + Druck schmerzen, deshalb √§ngstliche Vermeidung jeder Ber√ľhrung (will nicht zu Arzt, will an Traumastelle nicht angelangt oder untersucht werden, dies kann noch Jahre nach dem Trauma zutreffen); K√§lte, Ersch√ľtterung, Druck verschlechtern, Ruhe bessert; Trauma-Gebiet oft geschwollen, teils typische Bluterguss-Verf√§rbung  [1,2,3]
Wirkung: wenn richtige Arzneiwahl wirkt in C200 sofort gegen Schmerz (1-2 Minuten); Wiederholung wenn Schmerz auf Ber√ľhrung + Druck wiederkommt (anfangs alle 10-60 Min, insgesamt f√ľr erste Stunde bis 1-2 Tage)

ACIDUM SULFURICUM: Folgemittel nach Arnica, wenn von der Gewebeblutung Steifheit oder fl√§chige Hautblutungen (Ekchymosen) zur√ľckbleiben; f√ľr Blutungen im Augenwei√üen nach Trauma (DD Hamamelis, Prellung der Sklera Symphytum); bei fl√§chigen Hautblutungen auch ohne Schlag (Ekchymosen)  [4]

BELLIS PERENNIS: sehr ähnlich zu Arnica; bei tiefem Trauma und Prellung (tiefe Muskelverletzung, Prellung der Brust, Bauch, nach Operation besonders bei starker Weichteilverletzungen)
Leitsymptome: Schmerz wie Zerschlagen, typischer Schmerz nach Prellung oder Gewebe-Quetschung (DD Arnica); Nervenverletzungen (DD Hypericum) [1,3]
Wirkung: da die Differentialdiagnose zu Arnica + teils zu Hypericum schwierig ist, machte ich vor allem bei postoperativem Schmerz gute Erfahrung mit Mischungen (als Beispiel Arnica C200 + Bellis-p C 30 + eventuell Hypericum D12 oder LM6).

BRYONIA: bei B√§nder-Zerrung, Verstauchung, Sehnen- und Gelenkentz√ľndung; C oder D30; C12 oder D12, LM oder LM / Q 3-6
Leitsymptome: sehr starker, scharfer, stechender Schmerz; jede Bewegung schmerzt, in Ruhe schmerzlos; bei Druck nur die Bewegung bei Druckbeginn schmerzhaft, dann nicht schmerzhaft, fester Druck bessert  (kontr√§r zu Arnica, z.B. Bandage zur Ruhigstellung, Druckverband sind angenehm); W√§rme verschlechtert, K√§lte bessert; liegen auf schmerzhafter Seite bessert (Arnica unm√∂glich) [1,2,3]
Wirkung: wenn richtige Arzneiwahl schnelle Wirkung (nach 5-10 Minuten Wirkbeginn), die √ľber l√§ngere Zeit anh√§lt; zweite Dosis oft nicht n√∂tig, erst wenn Schmerz von selber Art wiederkehrt

CALCIUM PHOSPHORICUM: sekund√§r zur besseren Frakturheilung √ľber 1-4(-6) Wochen als Tabletten D2 bis D4 2-3 mal t√§glich.

CALENDULA: bei Risswunden, bei Muskelriss (C200); lokal als verd√ľnnte Tinktur (10-40 Tropfen Calendula-Tinktur in Wasser oder sterile Kochsalzl√∂sung + Rescue-Tropfen) zur Wunds√§uberung, zum Betupfen der Wunden als Infektionsprophylaxe und Verbesserung der Wundgranulation; oral C oder D 200 oder 30 als Globuli zur Infektionsprophylaxe, D12 2-3 mal t√§glich oral bei Wundinfektionen (auch zus√§tzlich bei Osteomyelitis); bei eiternden Wunden auch an Hepar sulfuris eventuelle Echinacea denken. [1,2,4]

HYPERICUM: bei Verletzung nervenreicher Gewebe mit heftigen Nervenschmerzen (Fingerkuppen, Stei√übein, R√ľckenmark, Nervenwurzel); C oder D 30 oder 200 als Einmaldosen; C oder D12 oder LM oder Q 6 1-3 mal pro Tag bei Nervenschmerzen nach Operation in Nervenn√§he (R√ľckenmark, Bandscheibe)
Leitsymptome: heftige (teils intervallartig wiederkehrende) Nerven-Schmerzen (brennend, prickelnd, eventuell mit Taubheit); schlechter bei Ber√ľhrung (DD Arn), schlechter in kalter Luft; Schmerz strahlt nach oben in Richtung des verletzten Nervs. [1,2,3]
Wirkung: wenn richtige Arzneiwahl bei akuter Verletzung  (Schlag auf Fingerkuppe, Sturz auf Steissbein) bei C 30 / 200 sofortige dramatische Schmerzlinderung; Wiederholung meist nicht oder nur 1-2 mal n√∂tig; Nervenschmerzen nach Operation oft l√§ngerdauernde Therapie (D oder C12 oder LM 6 1-3 mal t√§glich) n√∂tig, eventuell zus√§tzlich Arnica und / oder Bellis perennis.

LEDUM: nach engen Stichverletzungen (Nadel, Nagel, Dornen; Tier-, Insekten-, Spinnenbiss) C oder D30 oder 200; selten nach Prellung; immer schulmedizinische TETANUS-Prophylaxe; Ledum ist KEINE Tetanusprophylaxe!!
Leitsymptome: Schmerz im Verhältnis zur Stichwunde stark, strahlt nach oben (DD Hyp); (verletztes Gebiet) Stichareal kalt, trotzdem bessern kalte Anwendungen (auch eiskalte); Stichareal meist blass oder fleckig livide, (leicht oder stark) geschwollen [1,2,3]
Wirkung: bei richtiger Arzneiwahl schnelle Besserung des Schmerz auch wenn Stichverletzung schon l√§nger zur√ľckliegt;

RHUS TOXIKODENDRON: bei Zerrung von Muskeln, Sehnen und Bändern (verstauchter Knöchel, einige Arten von Lumbago); C oder D 30 oder 200; teils Folgemittel nach Arnica oder nach Bryonia
Leitsymptome: typischer Schmerz nach Verrenkung; Unruhe mit dem Gef√ľhl unangenehmer Steifheit in verletzter Region; Beginn der Bewegung schmerzt stark, nach fortgesetzter Bewegung viel besser (Aufstehen sehr schlecht, im Laufen gut, nach Ruhepause wieder schlecht); Ruhe, Sitzen + Liegen ist schlecht (schmerzhafte Steifigkeit mit Zwang sich oder die Extremit√§t zu bewegen) (kontr√§r zu Bryonia); lokale W√§rme bessert, K√§lte vor allem kalte Feuchtigkeit verschlechtern (DD Ruta hat keine Besserung bei fortgesetzter Bewegung) [1,2,3]
Wirkung: wenn richtige Arzneiwahl sofortige Wirkung; als Folgemittel ab D / C30 meist keine oder nur 1-2 Wiederholungen nötig innerhalb 1-3 Tagen.

RUTA: bei Verletzungen von Sehen und Knochenhaut (Periost), Prellung des Periost (Schienbeinprellung); chronische Schmerzen nach Frakturheilung [4]; C oder D 30 oder 200, oder C / D12 oder LM 6 1-3 mal pro Tag f√ľr paar Tage
Leitsymptome: scharf stechend brennende Schmerzen (DD Hypericum in nervenreichem Gewebe, Ruta am Periost), Schmerz wie zerschlagen (DD Arn) oder wie ausgerenkt, Prellungsschmerz  und Steifigkeitsgef√ľhl (DD Rhus-t wird unter Bewegung besser); Bewegung verschlechtert auch fortgesetzte Bewegung (kontr√§r zu Rhus-t); K√§lte verschlechtert, Anstrengung verschlechtert [1,2,3]
Wirkung: wenn richtige Arzneiwahl schnelle Wirkung; ab D oder C30 keine oder 1-2 Wiederholungen n√∂tig innerhalb 1-3 Tagen; bei zur√ľckliegenden Gelenkproblemen eventuell D12 oder LM6 1-2 mal pro Tag f√ľr 3-10 Tage.

SYMPHYTUM: bei Verletzungen von Knochen und Periost (DD Ruta), nach stumpfen Trauma des Augapfels; nach Knochenbruch; C oder D 200 bei akutem Trauma, D12 oder LM6 1-2 mal t√§glich √ľber 1-4(-6) Wochen w√§hrend der Frakturheilung

LITERATUR
1. Boericke W: Handbuch der homöopathischen Arzneimittellehre Narayana Verlag 2007
2. Kleber JJ: Erste Hilfe bei Verletzungen mit Homöopathie; Karlsruhe; G. Braun; Therapeutikon 5/10 1991
3. Morrison R: Handbuch der homöopathischen Leitsymptome; Kai Kröger Verlag; Groß Wittensee 2. Auflage 1997|
4. Morrison R: Handbuch der Pathologie zur homöopathischen Differentialdiagnose Kai Kröger Verlag 1999|