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INFORMATIONEN ZU HOMOEOPATHY UND NATURHEILKUNDE
und
naturheilkundlich unterstützender Krebstherapie

von Dr. med. Johann Josef Kleber

 

BACHBLÜTENTHERAPIE  GESCHICHTLICHES
JJ Kleber

Edward Bach, 1886 bei Birmingham geboren, begann 1906 nach einer Lehre in der väterlichen Erzgießerei das Medizinstudium, arbeitete nach dem Examen kurze Zeit in der Unfallambulanz des University College Hospitals in London und wandte sich dann der bakteriologischen Forschung an Stuhlkulturen und der Behandlung vor allem chronisch kranker Patienten zu. Dabei fand er Zusammenhänge zwischen bestimmten Krankheitsbildern und dazu spezifischen Abweichungen der Darmflora, wie z.B. Blutungsbereitschaft bei Überwiegen von Erregern der „Dysenteriegruppe“ oder Ängstlichkeit bei Überwiegen von Erregern der „Paratyphus-Bazillengruppe“ (Bach 1920). Bach entwickelte Darmbakterienimpfstoffe, bei deren Anwendung er berichtet  bessere Therapieerfolge erzielt zu haben, als mit den davor versuchten Therapien z.B. bei Epilepsie, chronischer Kolitis oder chronischen Kopfschmerzen (Bach 1930).|

1917 kam er nach Anstellung am Royal Homoeopathic Hospital in London mit der Homöopathie in Kontakt und arbeitete nun mit berühmten Homöopathen wie Patterson, Wheeler und J.H.Clarke Arzneimittelbilder zu den von ihm bereiteten 7 Darmnosoden aus. Ab jetzt wandte Bach die Darmnosoden oral in potenzierter Form nach den Regeln der Homöopathie an. Die verstärkte Beobachtung der psychischen Komponente bei den Krankheitsbildern führte Bach zu bestimmten Persöhnlichkeitstypen bei seinen Patienten, die er Arzneimittelbildern seiner Darmnosoden zuordnete.|

Ab 1928 suchte Bach gezielt nach pflanzlichen Zubereitungen, die die entsprechenden psychischen Zustände erfassen und behandeln konnten, um die bisher von ihm verwandten Darmnosoden abzulösen.  Als erste Pflanzenessenzen  entdeckte Bach so 1928 Mimulus, Impatiens und Clematis, die er damals noch als homöopathische Potenzen zubereitete (Bach March u. Feb. 1931). Um sich ganz der Erforschung neuer Blütenkonzentraten widmen zu können, gab Bach 1930 mit 43 Jahren seine gutgehende Praxis in London und die weitere Forschung an den Darmnosoden auf und zog aufs Land nach Wales.|

Angeregt durch das Probieren der Tautropfen von Blüten schon bekannter Blütenkonzentrate bekam Bach im Mai 1930 die Idee, die bisherige Herstellung der Blütenkonzentrate nach dem homöopathischen Potenzierungsverfahren  zu verlassen und die „ Sonnenmethode „ zu versuchen. Er legte die gesammelten Blüten ins Wasser, setzte sie für einige Stunden der Sonne aus, und erhielt so Zubereitungen, die er im Vergleich zu den vorher verwandten potenzierten Essenzen als noch wirksamer einstufte.|

In den kommenden Jahren bis 1936 fand Bach insgesamt 38 Blütenkonzentraten zur Behandlung unterschiedlicher krankmachender negativer psychischer Verhaltensmuster. |

Er entwickelte in mehreren Abhandlungen sein Konzept, dass vielen Krankheiten eine oder mehrere dieser krankmachenden Gemütszustände zugrunde liegen, und daher eine Heilung durch Behandlung dieser Gemütszustände erreicht werden kann. Bach versuchte seine Therapiemethode so einfach zu gestalten, dass sich der Erkrankte selbst behandeln kann, und wählte nur ungiftige Pflanzen und schloss Nahrungspflanzen aus.|

Nach dem Tode Bachs 1936 führte seine Mitarbeiterin Nora Weeks die Bereitung der Mittel weiter. Die Methode verbreitete sich schnell im englischsprachigen und seit  1981 durch Mechthild Scheffer im deutschschprachigen Raum. In den USA wurde die Blütentherapie zuerst in Kalifornien bekannt, wo immer wieder neue Blütenkonzentrate beschrieben werden. Neu definierte Blütenkonzentraten haben den Nachteil, dass die Indikation zur Anwendung oft wenig geprüft ist; außerdem geht bei Verwendung einer großen Anzahl unterschiedlicher Blütenkonzentraten der große Vorteil der Bach-Blütentherapie verloren, mit wenigen Blütenkonzentraten eine übersichtliche und leicht erlernbare Therapiemethode an der Hand zu haben.

LITERATUR-Veraturverweise siehe extra Seite Literatur

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