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INFORMATIONEN ZU HOMOEOPATHY UND NATURHEILKUNDE
und
naturheilkundlich unterstützender Krebstherapie

von Dr. med. Johann Josef Kleber

 

CROTALUS CACAVELLA   CROTALUS DURISSUS CASCAVELLA
Von JJ Kleber nach Fraser, Richter, Mangialavori mit toxikologischer Ergänzung

HERKUNFT: Crot-c, Crotalus durissus cascavella, Schauer-Klapperschlange, Neotropical Rattlesnake
ESSENZ nach Fraser: religiöses Mittel mit starker Beziehung zum Tod vor allem Nachts (Angst, Vorstellungen, Träume von eigenem Tod oder dem Angehöriger); Folgen von Kummer (v.a. durch Verlust + Tod); andererseits sehr materialistisch, misstrauisch andere wollen Besitz wegnehmen, fühlen sich betrogen, zurückgestoßen, wollen aber Gesellschaft (opp. Crot-h will alleine sein) [12]
Bei Mangialavori: Themen um Tod (Ängste, Träume) und können niemandem vertrauen (andere wollen eigene Entfaltung verhindern); dunkle Seite wird empfunden / gezeigt als Magie, Hexe usw. [15]
nach Richter: bei Kindern fühlt sich ganz alleine und will + kann nicht alleine sein, kommt eng heran + bleibt, integriert sich gut in Gruppen (auch Beziehungsaufnahme über Streit; Gefahr sich unpassenden Gruppen anzuschließen), bekommt aber keinen echten Kontakt [1]
LEITSYMPTOME: phantasievoll (Angstvorstellungen, bedrohliche Tiere / Gespenster), Hellsehen, hat hohe Empathie; Angst, Gefühl jemand ist hinter ihm (Med, Cench cont), vor Verwünschung; Angst und Denken vor/an Tod von sich + Angehörigen; nach Dekompensation, einseitige Paralyse, Zungen-Lähmung; schwere Sprache, Taubheit; Widerstreit von Spirituell – materialistisch, von animalischen Impulsen und Sex (teils aggressiv + pervers) – Beherrschung bis puritanische Gewissensnöte, viel Reden – langsame Sprache [1,12]
Empfindungen: schneidende Schmerzen v.a. in Augen; hört Geräusche in Ohren, empfindet ekelhafte Gerüche (Crot.hor., Cench.con); spastische Krämpfe (Asthma); Krämpfe, Kontrakturen in Beinen; Kloß + Fremdkörpergefühl wie andere Crotaliden [1]
Mund/Hals: Zähne, Karies (Crot.hor.); kloßige Sprache (Crot.hor); brennende Schmerzen am Zungengrund; Fremdkörpergefühl, Einschnürungsgefühl in Kehle, kann nur Flüssiges schlucken; Struma mit Erstickungsgefühl [1]
Pulmo: überfallartige Hustenanfälle; Last auf der Brust [1]
Schlaf: nächtliche Panikanfälle, Horrorträume, vor allem bedrohliche Tiere; weint redet, bewegt sich im Schlaf; schläft öfters spät ein, weil er sehr unsicher ist [1]
PATHOLOGIE: Augen; Neurodermitis (v.a. Hals, um Auge, Gelenke) [1]

TOXIKOLOGIE [13]: neurotoxisch, myotoxisch (Crotalus durissus durissus + terrificus) und stark gerinnungstoxisch
SYMPTOME: Lokal leichte bis starke Schmerzen und Schwellung; öfters auch nur leichtere Lokaleffekte mit schwerer Allgemeinwirkung evtl. Nekrose, Blutung aus Bißstelle; häufig Infektionen;  Erste Lähmungserscheinungen schon nach 30-60 Min. möglich mit Ptosis, Seh- und Schluckstörungen; meiste Fälle zeigen Lähmungen innerhalb 6h; vollständige Rückbildung der Ptosis bis zu 4d [13]
ZNS: Augenmuskellähmung [Ptosis, Sehstörungen, Doppelbilder, Mydriasis ; Geschmacks- + Geruchsstörungen; Gesichtsmuskellähmung, selten Dysphagie, und Lähmung von Extremitäten und Atemmuskulatur; Somnolenz [13]
MUSKULATUR: generalisierte Muskelschmerzen und Rhabdomyolyse mit CK-Erhöhung, Myoglobinurie 13-24h nach Biß beobachtet bei Crotalus durissus durissus + terrificus; akutes Nierenversagen innerhalb der ersten 48h meist wegen Rhabdomyolyse  [13]
BLUTGERINNUNG: Verbrauchskoagulopathie (Fibrinogen- und Quickabfall; Thrombopenie) [13]
GIT: Übelkeit, Erbrechen, Meläna, Hämatemesis(1)
TOXIN: Crotoxin ist die Hauptkomponente im Gift von Crotalus durissus terrificus in Südbrasilien;  Vergiftungen sind durch geringe Lokalreaktion, Paralyse, Nierenversagen und hohe Mortalität gekennzeichnet
C.d.durissus: Toxin neugeborener C.d.d. ist dem von C.d. terrificus sehr ähnlich mit myotoxischer, proteolytischer hämorrhagischer und ödemerzeugender Wirkung und neurotoxiches Crotoxin; bei ausgewachsenen Schlangen verliert sich myotoxische Komponente [13]

 

LITERATUR

[1] Richter A: Schlangenkurs in Würzburg Nov 2005
[2] Metzger J: Gesichtete homöopathische Arzneimittellehre; 5 Auflage Haug-Verlag; Heidelberg 1981
[3] Bartel H: Charakteristika homöopathischer Heilmittel; 2 Auflage; Barthel + Barthel 1993
[4] Bartel H: Charakteristika homöopathischer Heilmittel, Band 2
[5] Choudori NM: a study on materia medica; Harjeet 1920; Jain Publishing Reprint 1983;
[6] Kent JT: lectures on homoeopathic materia medica; Chikago 1911; indian reprint 1975
[7] Clarke JH; Vint P: der neue Clarke Band 8; Dr. Grohmann Gmbh 1994|
[8] Morrison R: Handbuch der homöopathischen Leitsymptome; Kai kröger Verlag; Groß Wittensee 2. Auflage 1997|
[9] Sankaran: Die Seele der Heilmittel; Homoeopathic medical publishers 2000
[10] Vithoulkas: Materia medica viva; Band VI; Ulrich Burgdorf Verlag 1995
[11] Hering C: Guiding symptoms of our materia medica Vol 3; indian reprint Jain Publisher 1984
[12] Fraser P: Snakes; Winterpress 2009
[13] Kleber JJ , Ganzert M, Zilker Th : Datenbank-Toxinfo der Toxikologischen Abteilung der II. Medizinischen Klinik München; ausführlichere Datei mit Literaturhinweisen auch in
www.provings.info/index.html oder unter Gifttiere in www.toxinfo.org
[14] Wichmann: Datenbank zur Klassifizierung der Familien und Auffinden von Prüfungen http://www.provings.info
[15] Mangialavori M: Die Schlangenmittel in der Homöopathie; Narajana Verlag 2008
 

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