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NATURHEILKUNDE  INFORMATION
von JJ Kleber

etwas gekürzt aus Kleber JJ: Naturheilkundliche Krebstherapie Kai Kröger Verlag

Allgemeine Bemerkungen, zur Kombination von Mikronährstoffen mit anderen Naturheilverfahren und Begründung der zusätzlichen Einnahme von Mikronährstoffen siehe orthomolekulare Medizin, tabellarische Übersichten siehe unter Vitamine.

 BIOTIN
JJ Kleber

DOSIERUNG: Empfohlene tägliche Mindestaufnahme für Erwachsene und Schwangere beträgt 30-60 µg/d; für Kinder 7.-10. LJ 15-20 µg/d, 10.-15. LJ 20-30 µg/d sein (Dach- Referenzwerte) [10]; in den USA für Erwachsene 30 µg/d [13].
OPTIMALE SUBSTITUTIONSDOSIS: 100-500 µg/d [11]. Zufuhr mit Ernährung normalerweise ca. 50-100 µg/d [4].
Therapeutisch bei bewiesenem Biotin-Mangel: oral 5-10 mg; i.v. 5-100 µg/d [4]; bei genetischen Störungen: 1-40 mg/d [26].

TOXIZITÄT: Auch bei 40 mg/d sind keine Nebenwirkungen aufgetreten [26]. Vergiftungen sind keine bekannt [27].

INDIKATIONEN:  Gesicherte Indikation bei erhöhtem Bedarf, wie z.B. bei speziellen Diäten, bei Alkoholismus, nach Gastrektomie, bei Enzymdefekten.
Die orthomolekulare Medizin empfiehlt Biotin bei Diabetes; bei Hauterkrankungen wie trockener, schuppiger Haut, seborrho­ischer Dermatitis; Erfolge bei Haarausfall, Ekzemen, brüchi­gen Fingernägeln sind möglich oder werden behauptet [4, 47].

BIOTINMANGEL: Biotin-Mangel ist selten, da nur ein geringer täglicher Bedarf besteht und Biotin weit verbreitet in der Nahrung vorkommt und durch Darmbakterien produziert wird [11]. Symptome nach experimenteller Biotin-Mangel-Diät sind Dermatitis, Glossitis, Schwäche, Hyperästhesie, Muskelschmerzen, An­orexie und EEG-Veränderungen sowie Haarausfall; Depression, Erschöpfung; Erbrechen und Appetitlosigkeit [4, 11, 16].

WIRKUNG: Biotin ist Co-Faktor von Carboxylasen wie Pyruvat-Carboxylase, Acetyl-Coenzym-A..
Die Halbwertzeit bei oral eingenommenen 100 µg/kg Körpergewicht beträgt ca. 26 Stunden [16, 47].

NACHWEIS: nur wenigen Laboren möglich
Normale Serumkonzentration 0,25-0,1 µg/l [31, 35]; Biotin-Mangel < 0,2 µg/l [57]

VORKOMMEN: in allen Lebensmitteln. Besonders reich an Biotin sind Leber (100 µg/100g), Bierhefe (80 µg/100g), Soja (70 µg/100g) [47]; aber auch Milch, Weizen. Biotin ist beim Kochen stabil. Es wird von der Darmflora gebildet [11, 16].

LITERATUR: siehe Literatur orthomolekulare Medizin

 

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